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Levothyroxin mit Kaliumjodid


Kombipräparat aus dem Schilddrüsenhormon Levothyroxin (= L-Thyroxin) und dem Spurenelement Jod.

  • Levothyroxin ist identisch mit dem körpereigenen Schilddrüsenhormon T4. Schilddrüsenhormone wirken unter anderem auf das Herzkreislaufsystem, den Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel, die Gehirnaktivität und den Verdauungstrakt.
  • Jod benötigt der Körper, um die Schilddrüsenhormone herzustellen. Bei Jodmangel vergrößert sich die Schilddrüse und ein Kropf entsteht (= Jodmangelstruma).
Zur Behandlung des Kropfes wird Erwachsenen Levothyroxin in Kombination mit Kaliumjodid verordnet. Dieses Kombipräparat wird auch dann verordnet, wenn die Schilddrüse aufgrund des Kropfes entfernt wurde.

Levothyroxin mit Kaliumjodid wird als Tablette eingenommen, üblicherweise morgens mit einem Glas Wasser auf nüchternen Magen. Levothyroxin wird so besser aufgenommen als vor oder nach einer Mahlzeit. Insbesondere sojahaltige Lebensmittel, aber auch Kaffee und Milch beeinträchtigen die Aufnahme aus dem Darm. Daher ist es wichtig, den Einnahmeabstand von mindestens 30 Minuten zur nächsten Mahlzeit einzuhalten.

Das Kombipräparat ist in der Regel sehr gut verträglich. Es besteht schließlich aus einem natürlichen Hormon und einem natürlichen Spurenelement und von beiden hat der Körper zu wenig. Die Dosis für Jod liegt zwischen 100 und 200 Mikrogramm. Die Menge an Levothyroxin ist meist geringer und beträgt zum Beispiel die Hälfte der Jod-Dosis.
Für die Ärzt*in ist es jedoch nicht so einfach, die richtige individuelle Dosis zu bestimmen. Bekommt der Körper zu viel Levothyroxin, treten Nebenwirkungen einer Schilddrüsenüberfunktion auf. Am häufigsten sind Kopfschmerzen, Herzklopfen und Schlaflosigkeit. Auch Nervosität und Herzrasen sind typisch. Daher sind insbesondere am Anfang der Therapie Blutkontrollen alle 4 bis 6 Wochen wichtig. Die übliche Einnahmedauer von Levothyroxin mit Kaliumjodid beträgt 6 Monate bis 2 Jahre, je nach Ausprägung des Kropfes. Ist die Behandlung beendet, verordnet die Ärzt*in häufig Jod ohne das Schilddrüsenhormon. Es soll einen erneuten Jodmangel und die Wiederentstehung eines Kropfes verhindern.

Wechselwirkungen sind möglich bei gleichzeitiger Einnahme von Medikamenten zur Blutverdünnung oder gegen Diabetes mellitus. So verringert Levothyroxin die blutzuckersenkende Wirkung von Metformin und Insulin und verstärkt den blutverdünnenden Effekt von Cumarinen wie Marcumar. Daher ist es wichtig, den Blutzuckerspiegel oder die Blutgerinnung zu überwachen. Auch bei anderen Medikamenten drohen Wechselwirkungen, so bei Ionenaustauscherharzen, Antazida, Glukokortikoiden, Betablockern sowie bei eisen- und kalziumhaltigen Präparaten.

Während der Behandlung mit Levothyroxin und Kaliumjodid ist keine jodarme Ernährung nötig.

18.01.2021 | Von: Miriam Hagemeyer

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